Feature-Release - macOS 14+, Apple Silicon und Intel. Build: 260810.
FS-UAE bekommt seine eigene Konfiguration
Die Begleit-Konfiguration neben einem UAE/Amiberry-HDF gab an, fuer „FS-UAE /
WinUAE / vAmiga“ zu sein – verwendete aber durchgehend
WinUAE-Optionsnamen, und FS-UAE liest keinen einzigen davon. Ein
FS-UAE-Anwender bekam eine Konfiguration, die lud und stillschweigend das Falsche tat:
keine RTG-Karte, kein Netzwerk und nur die 8 MB Zorro-II-Fast-RAM – genau
die Situation „Programme scheitern ohne erkennbaren Grund“, um die das
Handbuch bisher im Kapitel Fehlerbehebung herumgearbeitet hat.
Jetzt werden beide Dateien neben das Image geschrieben und beschreiben dieselbe
Maschine im jeweils eigenen Dialekt: .uae fuer WinUAE und Amiberry,
.fs-uae fuer FS-UAE – inklusive RTG-Karte, bsdsocket-Netzwerk und
der vollen 256 MB Zorro-III-Fast-RAM. FS-UAE mit der .fs-uae-Datei
starten, und alles ist einfach da. Wie bisher gilt: den Pfad zum Kickstart-ROM in der
jeweils genutzten Datei eintragen.
Die emulierte CPU ist waehlbar
UAE- und Amiberry-Builds bekommen eine CPU-Auswahl: 68020 (der
Standard), 68030, 68040 oder 68060. Die Wahl wird mit der passenden FPU in beide
Konfigurationen geschrieben, und bei 68040/68060 nutzt das Image die CPU-Bibliotheken
von der MMULibs.adf – die Diskette gehoert also in den ADF-Ordner;
der Build prueft das und warnt, wenn die Bibliotheken fehlen. Nur die zur gewaehlten
CPU passende Bibliothek landet auf dem Image: Die OS-3.2-CPU-Bibliotheken verweigern
den Dienst auf dem falschen Prozessor, und ein 68060-Image mit 68040.library wirft
einen Alert, sobald etwas die Bibliotheken durchsucht. Wer ScummVM installiert,
bekommt automatisch einen 68060, denn dessen mitgelieferter Build verlangt einen.
Bei 68040/68060 weisen die Konfigurationen den Emulator zusaetzlich an, den vollen
Befehlssatz direkt zu implementieren – Datatypes und FPU-Software laufen damit
auch, bevor die CPU-Bibliothek aktiv ist.
ADF-Ordner mit mehreren OS-Versionen
Viele von uns halten alle ADFs in einem Ordner – 3.1 neben 3.2 neben den
3.2.3-Update-Disketten. Der Umgang mit solchen Ordnern wurde gruendlich nachgezogen:
Auto installiert jetzt die neueste im Ordner vorhandene Version, eine
explizite Versionswahl in der Oberflaeche wird exakt befolgt, und das Build-Log nennt
die Version, die tatsaechlich auf die Platte kam.
Die Installationsreihenfolge ist jetzt ueber den gesamten Diskettensatz strikt
aelteste-zuerst, sodass Dateien einer Update-Diskette beim Zusammenfuehren nicht mehr
von ihren Basis-Versionen verdeckt werden koennen. Bisher konnten in einem gemischten
Ordner aus Basis- und Update-Disketten einzelne Systemdateien auf dem Stand der
Basis-Version landen – sichtbar kaputt war dadurch nichts, aber ein
Version-Befehl konnte z. B. eine aeltere
workbench.library zeigen, als das Update mitbringt. Wer Basis- und
Update-Disketten zusammen haelt: Ein Rebuild mit 0.99.9 bringt die aktuellen Dateien
auf die Platte.
Ausserdem
- Pakete, die ein bestimmtes AmigaOS patchen, werden nur noch auf einem Build genau
dieser Version heruntergeladen und installiert – eine Restauswahl aus einer
3.9-Sitzung wandert nicht mehr auf ein 3.2.x-Image. Die renderlib-Installation wurde
im selben Zug repariert.
- Schubladen-Icons zeigen ueberall ihre Grafik – der Icon-Decoder hat die
Bilder von Schubladen-Icons im Disk Browser, im Icon-Dialog und in den
Finder-Vorschauen uebersprungen.
SYS:Programs wird auf das Icon-Raster gepackt, statt die Anordnung der
Workbench zu ueberlassen, und die amiagent-Schublade bekam richtige System-Icons.
- Enthaelt amipkg 0.7.10: Der gemeinsame Entpack-Cache wird vor
jeder Installation geleert – Reste konnten bisher dazu fuehren, dass eine
Installation ohne kopierte Dateien endete („no files matched“).