Feature-Release

Amiga Imager v0.99.9

Amiga Imager 0.99.9 spricht FS-UAE jetzt nativ: Jeder UAE/Amiberry-Build schreibt eine .fs-uae-Konfiguration neben die .uae, und die emulierte CPU ist waehlbar – 68020 bis 68060, in beiden Dialekten. ADF-Ordner mit mehreren OS-Versionen werden praeziser behandelt.

  • NEU: native FS-UAE-Konfiguration neben der .uae
  • NEU: CPU-Wahl fuer UAE/Amiberry (68020–68060)
  • Praezisere ADF-Ordner mit mehreren OS-Versionen
  • Enthaelt amipkg 0.7.10

Feature-Release - macOS 14+, Apple Silicon und Intel. Build: 260810.

FS-UAE bekommt seine eigene Konfiguration

Die Begleit-Konfiguration neben einem UAE/Amiberry-HDF gab an, fuer „FS-UAE / WinUAE / vAmiga“ zu sein – verwendete aber durchgehend WinUAE-Optionsnamen, und FS-UAE liest keinen einzigen davon. Ein FS-UAE-Anwender bekam eine Konfiguration, die lud und stillschweigend das Falsche tat: keine RTG-Karte, kein Netzwerk und nur die 8 MB Zorro-II-Fast-RAM – genau die Situation „Programme scheitern ohne erkennbaren Grund“, um die das Handbuch bisher im Kapitel Fehlerbehebung herumgearbeitet hat.

Jetzt werden beide Dateien neben das Image geschrieben und beschreiben dieselbe Maschine im jeweils eigenen Dialekt: .uae fuer WinUAE und Amiberry, .fs-uae fuer FS-UAE – inklusive RTG-Karte, bsdsocket-Netzwerk und der vollen 256 MB Zorro-III-Fast-RAM. FS-UAE mit der .fs-uae-Datei starten, und alles ist einfach da. Wie bisher gilt: den Pfad zum Kickstart-ROM in der jeweils genutzten Datei eintragen.

Die emulierte CPU ist waehlbar

UAE- und Amiberry-Builds bekommen eine CPU-Auswahl: 68020 (der Standard), 68030, 68040 oder 68060. Die Wahl wird mit der passenden FPU in beide Konfigurationen geschrieben, und bei 68040/68060 nutzt das Image die CPU-Bibliotheken von der MMULibs.adf – die Diskette gehoert also in den ADF-Ordner; der Build prueft das und warnt, wenn die Bibliotheken fehlen. Nur die zur gewaehlten CPU passende Bibliothek landet auf dem Image: Die OS-3.2-CPU-Bibliotheken verweigern den Dienst auf dem falschen Prozessor, und ein 68060-Image mit 68040.library wirft einen Alert, sobald etwas die Bibliotheken durchsucht. Wer ScummVM installiert, bekommt automatisch einen 68060, denn dessen mitgelieferter Build verlangt einen. Bei 68040/68060 weisen die Konfigurationen den Emulator zusaetzlich an, den vollen Befehlssatz direkt zu implementieren – Datatypes und FPU-Software laufen damit auch, bevor die CPU-Bibliothek aktiv ist.

ADF-Ordner mit mehreren OS-Versionen

Viele von uns halten alle ADFs in einem Ordner – 3.1 neben 3.2 neben den 3.2.3-Update-Disketten. Der Umgang mit solchen Ordnern wurde gruendlich nachgezogen: Auto installiert jetzt die neueste im Ordner vorhandene Version, eine explizite Versionswahl in der Oberflaeche wird exakt befolgt, und das Build-Log nennt die Version, die tatsaechlich auf die Platte kam.

Die Installationsreihenfolge ist jetzt ueber den gesamten Diskettensatz strikt aelteste-zuerst, sodass Dateien einer Update-Diskette beim Zusammenfuehren nicht mehr von ihren Basis-Versionen verdeckt werden koennen. Bisher konnten in einem gemischten Ordner aus Basis- und Update-Disketten einzelne Systemdateien auf dem Stand der Basis-Version landen – sichtbar kaputt war dadurch nichts, aber ein Version-Befehl konnte z. B. eine aeltere workbench.library zeigen, als das Update mitbringt. Wer Basis- und Update-Disketten zusammen haelt: Ein Rebuild mit 0.99.9 bringt die aktuellen Dateien auf die Platte.

Ausserdem

  • Pakete, die ein bestimmtes AmigaOS patchen, werden nur noch auf einem Build genau dieser Version heruntergeladen und installiert – eine Restauswahl aus einer 3.9-Sitzung wandert nicht mehr auf ein 3.2.x-Image. Die renderlib-Installation wurde im selben Zug repariert.
  • Schubladen-Icons zeigen ueberall ihre Grafik – der Icon-Decoder hat die Bilder von Schubladen-Icons im Disk Browser, im Icon-Dialog und in den Finder-Vorschauen uebersprungen.
  • SYS:Programs wird auf das Icon-Raster gepackt, statt die Anordnung der Workbench zu ueberlassen, und die amiagent-Schublade bekam richtige System-Icons.
  • Enthaelt amipkg 0.7.10: Der gemeinsame Entpack-Cache wird vor jeder Installation geleert – Reste konnten bisher dazu fuehren, dass eine Installation ohne kopierte Dateien endete („no files matched“).